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Typen...Damals 1966/67 war kalter Krieg in Ostdeutschland und in Westdeutschland gleichermaßen. Wir waren Staubkörnchen in diesem kalten Krieg und hatten einfache Organisationsprobleme. Das hatte mit der großen Politik wenig zu tun. Im Kleinen war es dann schon mal komisch, was man da so für einfache Probleme hatte. Man konnte nicht einfach zum Fotografen gehen, um ein Foto für militärische Zwecke anfertigen zu lassen. Das war streng geheim!Wenn ein Soldat der damaligen Bundeswehr ein Foto für seinen Dienstausweis benötigte, dann ist er zu einem Fotografen in seinem Dienstort gegangen und hat ein Paßfoto anfertigen lassen. Eventuell hat er das verauslagte Geld dafür auch zurück erstattet bekommen. Ich weis es nicht. In der DDR Grenzarmee war das ein wenig anders organisiert. Fast jede Diensteinheit hatte sein eigenes Fotolabor. Da die "Fachkräfte der Fotografie" im Militäralltag sehr dünn gesät waren, hat man Soldeten, die ein wenig Ahnung aus welchen Gründen auch immer hatten, mit dieser Aufgabe betreut. Ich gehörte zu diesen Soldaten, die ein wenig Ahnung von Fotografie hatten. Am Anfang meiner Dienstzeit im Grenzausbildungsregiment 39 in Wilhelmshagen wurde eines Tages gefragt "Wer hat Ahnung von Fotografie?".Ich habe mich sofort gemeldet. Ergebnis, ich durfte mit einem weiteren Kameraden, der sich auch gemeldet hatte, in Berlin Karlhorst einen Waggon Fixiersalz zentnerwiese ausladen. Da wir die einzigen waren, die mit dem Begriff "Fixiersalz" überhaupt etwas anfangen könnten, war es nach dieser mühseligen Arbeit unsere bestätigte Qualifikation "Armeefotografen" zu sein. Dementsprechend unserer "überragenden" fotografischen Fähigkeiten sahen diese Fotos, wie die links oben abgebildeten, auch aus. Eigentlich hatten wir Null Ahnung. Wir waren eben ein bissel Hobbyfotografen und hatten lediglich magere Grundkenntnisse. Jedes Paßfoto hatte somit einen anderen Hintergrund, war falsch belichtet, unscharf und mies entwickelt. Nichtsdestotrotz, die Typen da waren für ihren Dienstausweis zu erkennen und das hat der Militärführung ausgereicht. Naja und mit der Zeit haben wir ja auch Stück für Stück dazu gelernt. Irgendwann waren unsere Fotoergebnisse fast "pressereif" Das nachfolgende Foto, ein wenig heller war dann sogar Titelbild der NVA Zeitung. ![]() Irgendwo hab ich mal gelesen, daß zu Zeiten der Weimarer Republik ein Befehl der Militärverwaltung ausgegeben wurde, daß in allen Dienstausweisen nur Abbildungen des Soldaten/Unteroffiziers/Offiziers in Zivil gestattet wäre. Weil, ja weil in Uniform und Dienstgradabbildungen, das auf Dauer zu teuer wäre. Denn, Soldaten und Offiziere werden alle Monate befördert. Das wäre dann zu teuer für das Militär. Ich hab dann fotografiert wie ein Berseker, für irgend welche Sonderausweise. Ergebnis. Die Fotos in Uniform mußten weg geschmissen werden. Es sollte Fotos in Zivil sein. Nur Zivilklamotten hatte keiner mehr, die waren zu Hause. Ich hatte kein Problem damit. ich hatte meine Zivilklamotten in einem doppeltem Boden im Spind. Nur den Sonderausweis brauchte ich dann auch nicht. Nicht wenige der Urlaubsbilder der Offiziere und Unteroffiziere wanderten durch unser NVA-eigenes Vergrößerungsgerät und durch unsere NVA-eigenen Entwicklungs- und Fixiersalzlösungen mit NVA eigenem Fotopapier. Ein wenig korrupt war das natürlich auch. Bei der HO, der staatlichen volkseigenen Handelsorganisation hätte ein Offizier so 12,00 Ostmark für die Entwicklung eines Fimes inklusive Abzügen Zehn mal Sieben Zentimeter bezahlt Wir, wir produzierten Vierzehn mal Siebzehn Zentimeter auf Hochglanzpapier absolut gratis! Das sah schon mal netter aus im Familienfotoalbum de Offiziers. Wenn die Mutti am Strand in Kühlungsborn besonders nett geraten war, haben wir das auch gerne auf 18x13 oder 24x18 cm vergrößert. Der Hammer war dan auf DIN A4 Größe auf raffinierter Fotoleinwand. Daß man da für sich selber alle Materialien bis zum Exzess genutzt hat, ist dann doch sicher auch verständlich. Also auch wir haben unsere Nationale Volksarmee, unser Volk systematisch beklaut! Aber auch für ganz profane Hobbyzwecke hat die NVA Armee ihr Material gerne raus gerückt.. Wenn wir nur Pusteblümchen oder den Bau des Fernsehturms fotografiert haben, der 1965 in Berlin begonnen wurde, das hat niemand interessiert. Wie in jeder Armee der Welt, wurden Ressourcen geradezu phänomenal verschleudert. Egal, ob Holz, Beton, Fotopapier, Munition. Das gehört zu jeder Armee dazu! Geld spielt da nie eine Rolle! Aber nur relativ. Geld für Klobürsten gab es aus unerfindlichen Gründen nicht! .....Innerhalb der Gruppe der Offiziere und Unteroffiziere gab es ein buntes Gemisch der unterschiedlichsten Typen, welche natürlich entsprechend auf uns Soldaten wirkten. Da wa der typische Soldat, wie er in jeder Armee der Welt vorkommt und in ein nach Hirarchie und Befehl und Befehlsausübung strukturiertem System prima hineinpasst. Die funktionierten einfach und waren mit innerer und äußerer Überzeugung einfach bei der Sache. Von der Sorte habe ich aber persönlich denkbar wenige persönlich kennengelernt. Mein Zugführer, Unterleutnant Sechsstück, war so erschien es mir beim falschen Verein.......... Das komlette Kapitel dazu findet man ab März 2007 in meinem Buch "Grenzsoldat" aus dem Ronald Hande Verlag! |