Berlin Berlin!
Überhaupt nicht unangenehm
für mich war die Tatsache, dass ich meinen Wehrdienst in Berlin ableisten
mußte. Ich machte innerlich drei Kreuze, dass ich nicht in Eggesin bei
den "Motschützen", bei der Infanterie dienen mußte. 18 Monate irgendwo in einer Kaserne
im Busch zubringen zu müssen, wäre für mich damals der totale
Horror gewesen.
Berlin hat mich damals trotz der Mauer und der Mißlichkeiten als wehrpflichtiger Grenzsoldat fasziniert und heute bin ich auch aus diesen Erfahrungen heraus Berliner, seit über 10 Jahren!


GR 35, Kasernenzaun und ehemalige Stabsgebäude 2002

Die ehemaligen Knabenwaisenhäuser von 1859 mutierten im GR 35 zu Stabsgebäuden. Die Soldaten des GR 35 residierten in alten Wehrmachtsbaracken. Diese Baracken waren aus Holz gebaut und mangelhaft isoliert. Im Sommer war es zu warm und im Winter war es zu kalt. Das Holz war mit einem Imprägnierungsmittel versehen, dass man manchmal noch nach fünfzig Jahren riechen kann. Leinölfirnis!

Ausgang 1967
3.. Diensthalbjahr , Gefreiter
3. Diensthalbjahr...in Zivil heimlich im Ausgang. Das war die Kluft, die ich im Ostbahnhof versteckte!
Unsere
"Gegner/Feinde", Schotten, spazierengehend in Ost-Berlin, wo sie wann
immer sie wollten herumlaufen konnten. Wir lagen an der Grenze Tag und
Nacht auf der Lauer und warteten auf unseren sogennanten Feind. Der war inzwischen
in der Friedrichstraße in der Bärenschenke und trieb es
mit den Berliner Mädels, die wir nie und nimmer bekamen.