Zwei Tage Berliner Mauer


Buch GrenzsoldatViele Briefe, E-Mails und Reaktionen von Redaktionen (Nikkei), Nachrichtenagenturen (DPA) und auch vom Fernsehen (Am 10.12.2002 um 21.00 Uhr gab es vom MDR- Mitteldeutscher Rundfunk, einen kleinen Beitrag zur Geschichte der NVA über meine Texte und Meinungen) veranlassen mich weiter zu machen. Es wird viel hinterfragt. Was habt ihr, was hast du  damals gemacht? Was habt ihr, was hast du damals gedacht?Welche Konsequenzen hatte diese Zeit in der NVA für dein weiteres Leben?

Diese Fragen waren ein Motiv  weiter zu schreiben.In einem holländischem College wurde mein Text  Prüfungsthema über neuere Deutsche Geschichte. Eine nette Brasilianerin hat ihre Abschlußarbeit zu neuerer Deutscher Geschichte auch diesem Text gewidmet. 2006 hat mich National Geographics inteviewt und meine Aussagen in einen Film über die Geschichte der Berliner Mauer dokumentiert. In diesem Jahr, 2007 soll ich japanischen Schülern und Studenten etwas mehr über die Berliner Mauer berichten. In Korea und Japan haben Menschen aus Europa diese Berichte zufällig gesehen und haben Interesse an Zeitzeugenberichten. Am 25.04. 2007 wird es ein Treffen mit Schweizer Schülern hier in Berlin geben.

Ich bin heute älter. Ich bin 60 Jahre alt und war mal zufälligerweise Grenzsoldat. Das ist kein Verdienst! Das ist Zufall, ist Geschichte und da gehören solche Erlebnisse hin. In die  Geschichtsbücher, möglichst nicht mehr in unsere Realität.

Ich habe  versucht, ein wenig in die Tiefe zu gehen und Details zu beschreiben. Das ist nicht leicht. Es ist furchtbar lange her. Immerhin fünfunddreißig Jahre! Aber genau so, wie sich mein Großvater an die Zeit beim Kommiß beim Kaiser Wilhelm und mein Vater an die Zeit in der Wehrmacht erinnern konnte, erinnere ich mich heute auch. Das Gehirn ist schon eine phantastische Maschine, die eigenartigerweise je älter man wird, immer mehr verschüttete und vergessene Erinnerungen dem jetzigen Bewußtsein präsentiert. Es ist eine Zeitreise, welche, manchmal klar wie gestern ist, aber auch manchmal unscharf, zu subjektiv und  zu verzerrt dargestellt werden kann. Ich habe Ereignisse für dieses Kapitel lediglich in zwei Tage gepackt, um niemand zu langweilen. Grenzdienst ist nach meiner Meinung eine  langweilige und tristete stupide der eigenen Intelligenzentwicklung wenig fördernde Beschäftigung!

Schillingbrücke um 1964:

Scxhillingbrücke


Das ist ein Foto aus dem Archiv des Grenzregimentes 35. Als ich 1967 auf dieser Brücke stand, war der Postenturm nicht am Rand der Brücke, sondern auf der Mitte der Brücke. Die Pappel war weg und auch Grundmauernreste.

Das komlette Kapitel dazu findet man  in meinem Buch "Grenzsoldat" aus dem Ronald Hande Verlag!

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